Datenschutzbeauftragter: Faxen nicht mit der DSGVO vereinbar

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Der hessische Datenschutzbeauftragte Alexander Roßnagel fordert den Abschied vom Fax, das momentan etwa bei Behörden, Gerichten, Rechtsanwälten und im Gesundheitswesen noch weit verbreitet ist.


Der Kontrolleur stuft aufgrund diverser technischer Veränderungen in der Kommunikationswelt den Faxversand "als unsicheres Kommunikationsmittel" ein. Er rät daher, "im Interesse der Datensicherheit und vor dem Hintergrund der fortschreitenden Digitalisierung" zeitnah andere Wege zu prüfen und zu implementieren.


"Grundsätzlich weist der Faxversand vergleichbare Risiken auf, wie diese etwa auch beim unverschlüsselten Versand von E-Mail-Nachrichten gegeben sind", schreibt Roßnagel in einer Notiz mit Stand vom Dienstag. Die Übermittlung personenbezogener Daten über dieses Medium sei daher "mit dem Risiko des Verlustes der Vertraulichkeit" behaftet.


Personenbezogene Informationen, die einen besonderen Schutzbedarf aufweisen, sollten daher "grundsätzlich nicht per Fax übertragen werden, wenn keine zusätzlichen Schutzmaßnahmen bei den Versendern und Empfängern implementiert sind".


Quelle: heise.de